17. Mai 2011
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Zur Archäologie der Werbung
Märkte, Marktschreier, Ausrufer, Hausierer, Tratsch: Die Urformen der Werbung sind so alt wie der menschliche Handel. Sie beschränkten sich auf das Wort und die unmittelbare Warenvorweisung. Mit dem Reklameschild aus Holz oder Blech, dem Plakat, der Zeitungsannonce, dem Katalog kamen Jahrtausende später die ersten gestalteten Medien hinzu. Vor allem der Papierverbrauch stieg, als Werbung im 20. Jahrhundert zum Massenartikel wurde. Daran änderte auch der Einsatz von TV und Rundfunk als Trägermedien nichts. Seit einigen Jahren dann das Internet als virtueller Marktplatz. Noch immer ist der Papierverbrauch in der Werbung nicht gesunken. Und auch die Urformen sind geblieben. Marktschreierei und Tratsch finden heute in den Online-Communities statt. "Gefällt mir"-Button und Käuferempfehlungen machen Produkte stark - oder schwach, wenn das Urteil negativ ausfällt. Man sollte bei der Konzeption gerade der Online-Medien die Urformen immer im Kopf haben. Denn die menschliche Psyche hat sich in den vergangenen 10.000 Jahren erstaunlich wenig verändert.« Zurück zur Blog-Übersicht

