07. November 2011
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Jeder braucht seinen Mythos
Kluge Köpfe wissen es: Man braucht etwas, wofür sich zu kämpfen lohnt. Man kann das Vision nennen, Mythos oder Idee. Egal – Hauptsache, es hält und hilft bei der Bewältigung von Großtaten. Die Franzosen etwa hatten 1789 die Idee von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Deutschen ergriffen 1813 die Idee, sich von eben diesem französischen Mythos, der durch Napoleon über sie gekommen war, rasch wieder zu befreien und endlich zu sich selbst zu finden. Nach dem Zeiten Weltkrieg folgte man hierzulande eine Zeitlang dem Mythos „Friedliches Europa“ (heute längst schal und höchst suspekt geworden). Doch welchen Mythos, welche prägende, gestaltende Idee haben wir heute? Glauben wir ernsthaft, auf so etwas verzichten zu können? Der Euro, das Eigenheim und eine schwammige globale Klimarettungs- und Friedensmission taugen jedenfalls nicht.« Zurück zur Blog-Übersicht

