RIPPELMARKEN werbung und markenkommunikation
28. Juni 2011

Elite 2.0

Elite ist dem Wortsinn nach die Schar der Auserwählten. Es stellt sich die Frage nach der auswählenden Instanz und den Auswahlkriterien. Mit Blick auf die heutige Gesellschaft kann schnell festgestellt werden, dass die entscheidende auswählende Instanz der Medienbetrieb ist. Zur Elite zählt in erster Linie, wer im Medienbetrieb eine starke Präsenz hat. Die sinnfälligste Verkörperung des Elitegedankens ist der sogenannte Promi. Hier reicht allerdings schon ein flüchtiger Blick auf die auserwählte Person, um zu erkennen, dass die Auslese in den meisten Fällen eine Negativauslese ist. Ähnlich sieht es mit weiteren Eliten aus, etwa der Geldelite (man muss nichts geleistet haben, man muss sich nur etwas leisten können) oder der politischen Elite (man hat die Macht und das Amt, das muss reichen). Eindeutig hat hier eine Pervertierung des Elitegdankens stattgefunden. 

Dabei ist der Elitegedanke per se gar nicht einmal schlecht, solange die Elite sich als echte Leistungselite versteht. Deren Leistungen müssen keineswegs vorrangig im ökonomischen Sektor erbracht werden und damit von individueller wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit oder ererbtem Reichtum abhängig sein; der kulturelle und der soziale Bereich bieten Betätigungsfelder, die jedem - unabhängig vom ökonomischen Potenzial - freistehen. Heute mehr denn je. 

Unser Motto: Werdet die wahren Eliten!




« Zurück zur Blog-Übersicht